Das blaue Wunder! Finde heraus, wie du eine Blume färben kannst und beobachte, wie sie sich nach und nach verfärbt. Das beste Ergebnis bekommst du mit weißen Blüten. Dieses Experiment vom Haus der kleinen Forscher ist in Gecko Nr 76 erschienen.
Das brauchst du für das Experiment:
• möglichst frische Blumen mit weißen Blüten (z.B. Tulpe, Nelke, Dahlie, Rose)
• farbige Tinte (oder Lebensmittelfarbe)
• Gläser mit Wasser
• eine Schere
Schneide das untere Ende des Blumenstängels schräg mit der Schere an.
Fülle Tinte in das Glas Wasser und rühre um, bis das Wasser einheitlich gefärbt ist.
Stelle die angeschnittene Blume in das gefärbte Wasser. Nach einiger Zeit kannst du beobachten, wie sich die Blütenblätter von der Blütenmitte aus verfärben und die Farbe des Wassers annehmen.
Hab Geduld – es kann ein paar Stunden oder einen ganzen Tag dauern, bis das Wasser die Blütenblätter erreicht hat.
Was passiert da?
Wie funktioniert es, wenn die Pflanze Wasser aufsaugt? Der Blumenstängel besteht aus sogenannten Kapillaren. Das sind feine, lange Röhrchen, in denen das Wasser wie durch einen Trinkhalm aufsteigen kann. Am schräg angeschnittenen Ende eines Stängels kann man die Kapillaren oft gut erkennen.
Ist das Wasser oben in den Blättern angekommen, dann verdunstet ein Teil davon durch die Poren der Blätter.
Dadurch entsteht ein Sog in den Kapillaren, der neues Wasser von unten anzieht. Dieser Wassertransport funktioniert auch bei Schnittblumen, die keine Wurzeln mehr haben. Deshalb bleiben sie viele Tage frisch und wachsen sogar manchmal noch, wenn sie frisches Wasser bekommen.
Forscher-Tipp:
Zweifarbige Blüten: Lass dir von einem Erwachsenen den Blumenstängel der Länge nach mit einem scharfen Messer spalten. Stelle die Blume in zwei Gläser mit verschieden gefärbtem Wasser, so dass jede Stängelhälfte in einem Glas steht. Wie färben sich die Blütenblätter jetzt ein?
Das Experiment vom der Stiftung Kinder forschen stammt aus der Rubrik Li-La-Bor aus Gecko Nr 76.